Anregungen zum B-Plan H 33

Zur allgemeinen Orientierung über die bisherigen Eingaben werden hier die Eingaben, die uns erreicht haben, veröffentlicht. Natürlich ohne Namen. Genau so wie das später auch in der Vorlage für den Rat erfolgen könnte.

Aber schon jetzt - so sieht jeder was andere zum Verfahren gesagt haben.

Wer seine Anregung hier nicht sehen möchte: bitte mailen: Kontakt
Wer weitere Anregungen veröffentlicht sehen möchte: bitte auch mailen: Kontakt.

Die Anregungen sind chronologisch aufgelistet, so wie sie uns erreicht haben.

Anregung 1

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Stohldreier!

Aufgrund der zurzeit geltenden Kontaktbeschränkungen habe ich erst in der vergangenen Woche durch eine Wurfsendung vom Plan H 33 erfahren.
Ein uneingeschränktes Industriegebiet in einem Dorf im Münsterland? Ich fasse es nicht!
Ruhe, grüne Landschaft, Gemütlichkeit und menschliche Nähe waren u.a. meine Beweggründe, als  ich mich vor Jahren für Herbern als meinen Lebensmittelpunkt entschied.
So etwas kann man mit Ihrem Plan, ein Industriegebiet quasi in das Dorf einzubinden, mit einem Federstrich zerstören.
Egal, welchen Weg ich zukünftig im Ort nehmen werde, ich werde immer begleitet sein von dem zu erwartenden höheren Verkehrsaufkommen, und das voraussichtlich 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche.
Leider liegt mir nur ein kleiner Ausschnitt einer Pressemeldung vor: Die Sorge, dass sich hier schwere Industrie ansiedeln könnte, sei unbegründet, erklärt die Verwaltung.
Wie kommt die Verwaltung zu dieser Feststellung? Da scheint es sich entweder um Unkenntnis oder hellseherische Fähigkeiten zu handeln.
Warum beschließt man dann ein Industriegebiet, wenn sich doch niemand dort niederlassen oder die zulässigen Industrieanlagen bauen und betreiben will?
Die Sorge wird einem also niemand nehmen, solange ein INDUSTRIEgebiet beschlossen und zulässig ist.
Irgendwie passt es aber leider ins politische Bild von heute, dass über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg entschieden wird, ohne deren Meinungen ernst zu nehmen.
Das scheint in unserer Gemeinde offensichtlich nicht anders zu sein. Gleichwohl möchte ich Sie als gewählte Vertreter der Bürgerinnen und Bürger auffordern, den Plan insoweit abzuändern, dass zumindest Lärm- und Geruchsbelästigungen erst gar nicht aufkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Anregung 2

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Bestürzung habe ich festgestellt, dass das traditionelle Schwatte Pättken dem Mischgebiet zum Opfer fallen soll.

Die Planung dieses Gebietes ist sowas von missglückt, eine schlechtere Straßenführung gibt es schon gar nicht mehr.

Am Rand eines Dorfes ein Mischgebiet zu erschließen macht Sinn, aber nicht dort, wo die Autobahnzuwegungen am Weitesten von Wegliegen. Das heißt der gesamte LKV Verkehr muss durch das Dorf.

Auf der einen Seite möchte die Polizei, dass wir unsere Kinder nicht in die Grundschule per Auto bringen, auf der andererseits wird der Verkehr durch die 40 zig Tonner sicherlich nicht ungefährlicher.

Unternehmen sind essential notwendig, keine Frage nur warum nutzt man nicht erstmal die freistehenden Lagerhallen zum Bespiel von Euroroll.

Zum der Lärm, der durch die LKWs entsteht auch nicht unterschätzt werden darf.

Ich dränge eingehend dahin in der Überlegung die Fläschen an größere Unternehmen freizugeben, meine Bedenken nicht einfach nur in den Papierkorb zu werfen.

Mit freundlichen Grüßen

Anregung 3

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Stohldreier, sehr geehrte Damen und Herren der Gemeinde,

seit nunmehr fast 16 Jahren leben wir als ehemalige Großstädter in Herbern und haben dieses wunderschöne Dorf lieb gewonnen. Wir sind hergezogen, um dem Lärm, dem Dreck und der Enge urbaner Gefilde zu entgehen. 

Zur Lebensqualität in Herbern gehören Orte von wunderbarer Weite, die uns allen Zuflucht und Ausgleich bieten, sei es mit oder ohne Hund, beim Spazieren oder auf dem Rad. Ein solcher Ort eröffnet sich, wenn man auf der Lindenstraße über die Wiese zur altehrwürdigen, riesigen Pappel schaut und bereits dann Vorfreude darauf empfindet, seine Runde über das Schwatte Pättken fortzusetzen.

Es macht uns traurig und wütend, dass dieses schöne Stückchen Heimat nun ernsthaft einem „uneingeschränkten Industriegebiet“ zum Opfer fallen soll. Auf einem derart ausgewiesenen Areal dürfen sich gemäß seiner Definition alle Arten von Gewerbe und Industrie ansiedeln, im schlimmsten Fall somit auch welche, die ein Höchstmaß an Lautstärke, Emissionen und Schwerlastverkehr durchs Dorf erzeugen. Letzteres sieht der Bebauungsplan „nur“ für den hinteren Bereich vor, während vorne die neue Feuerwache und vergleichsweise „leiseres“ Gewerbe entstehen soll. Doch zum einen sind reine Absichtserklärung weder Verbote noch Garantien und zum anderen bleibt es bedauerlich, mit der Landschaft aus alter Pappel, weiter Wiese, bäuerlich genutzten Feldern und 200 Jahre altem Schwattem Pättken einen der schönsten Flecken der Gemeinde zu verlieren. Auch der Blick von der Ondrup-Nordicker-Straße herüber zum dann vernichteten Schwatten Pättken fällt dann auf trostlose, graue Industrie statt auf eine Landschaft, die augenblicklich glücklich macht.

Herbern lockt seit Jahren kontinuierlich neue Bewohner an, weil die Menschen hierherziehen, um eine ruhige, saubere und natürliche Umgebung zu genießen. Ein uneingeschränktes Industriegebiet hingegen ermöglicht dauerhafte Lärmbelästigung, Umweltverschmutzung, erhöhten CO2-Ausstoß, Verkleinerung der Naherholungsmöglichkeiten, massive Flächenversiegelung, Erhöhung der Feinstaubbelastung, Gesundheitsgefährdung und Naturzerstörung. Die Attraktivität des Ortes für potentielle neue Bewohner sinkt und bereits hier Lebende könnten, je nach Ausmaß der Industrie, den Ort verlassen… oder sich sogar überlegen, ihr Haus und Grund rechtzeitig zu veräußern, bevor dessen Wert zu sinken beginnt. Alle, die bleiben, werden mit Wertverlust ihrer Immobilien und Grundstücke bestraft.

Auch, wenn wir die freiwillige Feuerwehr Herbern sehr schätzen und Ihnen speziell durchaus ein neues Gebäude und mehr Platz gönnen, melden wir dennoch hiermit größte Bedenken und Einwände für diesen Standort an.

Wie Sie sicherlich mitbekommen haben, haben wir diese Gedanken auch in einem Offenen Brief formuliert und publiziert. Zudem habe ich, *a3*, ein Video dazu gedreht und auf YouTube, Instagram sowie der Webseite b-plan.info verbreitet. Ich füge hier gleich die Beleglinks ein, habe das Video aber auch gebrannt auf DVD-ROM der Papierfassung dieser Eingabe beigelegt, die ich noch rechtzeitig in den Amtsbriefkasten werfen werde.

Video „An alle Herberner | Bebauungsplan H33 | Heimatraub“ (YouTube)
https://youtu.be/7JOSP94oeMI 

Video „An alle Herberner | Bebauungsplan H33 | Heimatraub“ (Instagram)
https://www.instagram.com/p/CN1wC5nBrtd/

Video „An alle Herberner | Bebauungsplan H33 | Heimatraub“ (B-Plan.info)
http://b-plan.info/

Seit ich von den Plänen weiß, publiziere ich außerdem nahezu täglich aktuelle Fotos des geliebten Schwatten Pättkens und der es umgebenden Landschaft auf meinem Instagram-Account. Ich dokumentiere diese Bilder sowie die Likes und Kommentare in einem PDF im Anhang dieser Mail und lege dieses meinem Umschlag mit der DVD-ROM des Videos ebenfalls bei.

Wir bitten Sie, versetzen Sie sich einmal in die Lage all der Menschen, die entweder in unmittelbarer Nähe des geplanten Industriegebietes leben oder die diesen schönen Landstrich täglich zum Ausgleich und zum Seelenwohl besuchen. Stellen Sie sich vor, Sie hätten Ihr Haus in der Nähe der Felder und des Schwatten Pättkens errichtet und würden dort die Stille, die Freiheit und die frische Luft genießen, mit Morgentau auf den Gräsern oder dem Duft eines lauen Sommerabends. Und dann heißt es von oben, scheinbar ausweglos: Lärm statt Stille, Enge statt Freiheit und Dreck statt frischer Luft. Würden Sie bleiben, sollte es dazu kommen?
 
Mit freundlichem Gruß,

Anregung 4

Sehr geehrter Herr Stohldreier, sehr geehrter Herr van Roje, sehr geehrte Mitglieder der Ausschüsse und des Rates,

der aktuelle Entwurf des Bebauungsplanes H33 liegt aus. Wie schon so oft treffen bei so einem Plan viele Interessen aufeinander. Es scheint mir an der Zeit, dass auch wir in Herbern auf den Zug aufspringen, alle unsere Entscheidungen hinsichtlich ihrer Folgen für das Klima und die Menschheit zu überprüfen. Mit Ihnen, Herr Stohldreier, haben wir einen glaubwürdigen und tatkräftigen Vertreter des „neuen Windes“ gewählt. So hoffe ich, dass meine vier Anregungen zum Gewerbegebiet H33 bei Ihnen allen auf offene Ohren stoßen:

·         Fläche ist endlich:

Gewerbefläche wird für die Gemeindefinanzen benötigt. Soweit ich weiß, können Gewerbetreibende auf ihrem Gewerbegelände privat wohnen. In der Gemeinde Ascheberg scheint es so zu sein, dass dort auch weiterhin gewohnt werden darf, wenn das Gewerbe nicht mehr betrieben wird. Somit steht einem neuen Interessenten weniger oder keine Fläche im Gewerbegebiet zur Verfügung. Falls dem so sein sollte, bitte ich darum, dass diese Regelung beendet wird. Denn dann kann auf der Fläche des aufgegebenen Gewerbes neues Gewerbe entstehen, ohne dass neue Flächen versiegelt werden müssen und sich das Dorf immer weiter ins Land frisst.

·         Denken in Achsen:

Bitte verlegen Sie das Schwatte Pättken nicht. Denken Sie größer. Sie entfernen damit eine Ost-West-Achse des Dorfes. Achsen sind (zu) gestaltende Strukturen, anhand derer Orte entwickelt werden können. So ist diese Achse heute schon von Osten kommend eine Sichtachse auf die Kirche, sie könnte langfristig eine wichtige Rolle bei der Belüftung des Dorfes dienen (Ortserwärmung durch Klimawandel), sie könnte wie ein grünes Band durch den Ort gehen und auch radtouristisch den Ort deutlich aufwerten. Seien Sie klug: verbauen Sie keine Achsen des Ortes.


Schwattes Pättken:

Das Schwatte Pättken ist ein „Trampelpfad“, der durch seine Naturnähe und sein Alter besticht. Lassen Sie nicht zu, dass diese unglaublich schönen, belebten Heckenstrukturen verschwinden. Lassen Sie sich nicht von Argumenten irritieren, dass hier die Pflege zu aufwändig sei, weil man mit den Maschinen der Gemeinde nicht hineinfahren könne. Haben Sie den Willen, solche einmaligen Dorfstrukturen zu erhalten – dann wird sich auch ein Weg finden, einen guten Kompromiss zwischen Natur und Gewerbe zu entwickeln.

         Tier- und Pflanzenwelt

In Nordrhein Westfalen gibt es rund 20 Fledermausarten. Alle Arten befinden sich auf der Roten Liste NRW der gefährdeten Säugetierarten. 7 Fledermausarten wurden bei der Kartierung des zu bebauenden Gebietes in Herbern nachgewiesen. Laut eines Fleder­maus­experten sind im Cappenberger Wald nur 2 Arten nachgewiesen – wir dürfen uns also sehr glücklich schätzen angesichts dieser 7 Arten!

Die Breitflügelfledermaus, die in Ondrup vorkommt, gilt als stark gefährdet. Zwei weitere unserer Arten sind durch extreme Seltenheit gefährdet, eine bei uns anzutreffende Art steht bereits auf der Vorwarnliste.

Ein Bereich des Gebietes  (an der Lindenstraße) wurde nicht hinsichtlich des Fledermausbestandes kartiert. Hier erfolgte lediglich eine Potentialabschätzung. In dem von Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, beauftragten Gutachten wird jedoch darauf hingewiesen, „dass die Bereiche innerhalb des nicht kartierten Bereiches eine Bedeutung als Nahrungsräume (besonders die Grünlandfläche und die Gehölzstrukturen) haben. Darüber hinaus kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Gebäude innerhalb des nicht kar­htierten Bereichs von einzelnen Individuen als Quartier genutzt werden. Eine arten­schutz­rechtliche Betroffenheit von Breitflügelfledermäusen ist somit nicht auszu­schließen.“ (Bericht öKon GmbH Münster, S. 20)

Liebe Verantwortliche der Planung: Sie können die Welt nicht retten, aber Sie können durch eine nachhaltige, professionelle Planung und eine erweiterte Kartierung dazu beitragen, dass Herbern auf Dauer ein wichtiger Lebensort der Fledermäuse bleibt. Holen Sie sich Experten ins Boot, wie z.B. durch die Schaffung von Dunkelzonen und Bau-Auflagen (z.B. Integration von Ersatz-Quartieren an den zu erstellenden Gebäuden, Integration von vorhandenen Gehölzstrukturen) langfristig ein Neben- und Miteinander von menschlichen Ansprüchen und Naturnotwendigkeiten möglich sein kann.

Normalerweise integrieren Sie solche Anregungen nicht in Ihre Planung, weil ja „rechtlich“ alles abgesichert ist. Aber nicht alles, was recht ist, ist wirklich gut. Machen Sie Politik, entwickeln Sie selbst ein Bild von Ihrer „lebenswerten“ Gemeinde.

 Mit freundlichen Grüßen

Anregung 5

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
gegen ein ungeregeltes Industriegebiet lege ich hiermit meinen Widerspruch ein.
 
Den LKW-Verkehr, die Verschmutzung unserer Umwelt sowie die Belastung für die Einwohner unseres Dorfes Herbern bitte ich komplett zu vermeiden.
 
Mit freundlichen Grüßen

Anregung 6

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie planen Industrie- und Gewerbeflächen in Ondrup in Herbern und zwar als uneingeschränktes Industriegebiet. Trotz langem Überlegen ist es uns nicht gelungen, wie man auf so eine Idee kommt.

Die gesamte Bundes- und Landespolitk ist äußerst bemüht, möglichst klimaneutral zu handeln, besonders dort, wo die Natur noch völlig in Ordnung ist. Die Bundes-Bevölkerung steht dahinter- man siehts an den Quoten der Grünen und den aktuellen parteipolitischen Programmen. Wie kommt man also als Gemeinde Ascheberg auf die Idee, ein solches Projekt - und dann noch "uneingeschränktes" Projekt - im ländlichen Herbern zu planen?

Wir gehen davon aus, dass Sie sich die örtlichen Begebenheiten bereits angeschaut haben. Ist Ihnen was aufgefallen? Naturmäßig ? Straßenmäßig ? Verkehrsdichte ? Nähe Baugebiete ? Anschluss an Autobahn ?

Gerne wollen wir Ihnen bei der Entscheidung über die Umsetzung dieses Projekt helfen. Hier unsere Anmerkungen:

  • das schwatte Pättken und die Umgebung werden von Familien, Rentner, Hundebesitzern etc. seit Jahren zum Spaziergang sehr stark frequentiert.
  • die Natur dort ist noch völlig ungefährdet und in Takt!
  • die Rankenstraße ist jetzt schon total überlastet mit dem Verkehr!!! (eine Verkehrszählung wäre sicherlich sehr aufschluss- und hilfreich). Nicht nur für Kinder, die zur Schule müssen - sei es mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß - u.a. zur Bushaltestelle - ist es extremst gefährlich, auch für ältere Bürger. Immerhin ist die Rankenstraße auch die Zubringerstraße zu mehreren Baugebieten. Parkende Autos, mehrere unübersichtliche Seitenstraßenausfahrten, der neue Friedhofsweg etc. Es fahren/rasen nicht nur PKW´s oder LKW´s, nein auch die Landwirte mit ihren schweren Maschinen nutzen die Straße. Ebenso kommen noch viele Fahrzeuge aus Hamm - über Nordick-  über die Rankenstraße in den Ort gefahren.
  • Gewerbe, das ja dann ansiedeln soll, muss bis zur notwendigen Autobahnauffahrt quer durch Herbern. Eine Umgehungstraße war ja seinerzeit nicht gewollt. Die Auffahrt ist in Ascheberg. Warum legt man das Industriegebiet nicht in Ascheberg an und bemüht sich hier um Baugrundstücke? Viele junge Leute möchten gerne in Herbern bauen. Leider gibt es keine Grundstücke, doch massenhaft Bewerber.  Viele kleine Orte in Deutschland sind sehr bemüht, junge Leute im Ort zu halten, warum in Herbern nicht? In Ascheberg klappt das doch auch hervorragend. 

Wir hoffen, dass wir Ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen konnten und freuen uns auf eine positive Rückmeldung. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen, melden Sie sich einfach.

Mit besten Grüßen

Anregung 7

Hallo,
wir möchten auch gerne sagen welche Sorgen wir uns machen wenn hier was gebaut wird. Wir haben ein Video gemacht und das ist im Anhang. Das dürfen doch auch Kinder, oder?
Danke

[Die Anregung besteht aus einem Video der Kinder, dass hier nicht veröffentlicht wird, da es mit unseren Mitteln nicht anonymisiert werden kann. Inhaltlich wird thematisiert:

- Wir spielen gerne auf der Wiese an der alten Pappel.

- Wir wollen nicht, dass die Pappel gefällt wird.

- Wir sorgen uns, dass die Feuerwehr uns nachts immer weckt, wenn sie losfährt.]

Anregung 8

Sehr geehrter Hr. Stohldreier, Sehr geehrte Ratsmitglieder, Sehr geehrte Damen und Herren,

 

auch zur aktuell laufenden Offenlage des Bebauungsplans H33 in Herbern möchte ich meine nach wie vor nicht berücksichtigten  Belange als Eingabe einbringen.

Ich möchte darauf hinweisen, dass eine hinreichende Abwägung von betrieblichen Emissionen und Verkehrslärm an der Kreuzung Rankenstraße/ Lindenstraße nicht stattgefunden hat.

Hierzu verwiese ich auf mein Vorbingen bzgl. einer Querungshilfe/eines Zebrastreifens an der Ecke Rankenstr./Lindenstr..

Bereits im Januar 2020 hatte ich einen Antrag auf Begutachtung der Verkehrssituation Ecke Rankenstr./Lindenstr. beim Kreis COE gestellt. Diese wurde unter Beteiligung der Gemeinde Ascheberg im Februar 2020 untersucht und ein Tätig werden unter Verweis auf das zu dieser Zeit moderate Verkehrsaufkommen abgelehnt.

Vor diesem Hintergrund wundert es mich sehr, dass bei der Planung eine Abwägung von Verkehrsaufkommen und Verkehrslärm überhaupt nicht vorgenommen wurde.

 Zudem vermisse ich ein Eingehen auf eine mögliche Wertminderung unseres erst vor 4 Jahren erworbenen Grundstücks und die anderer im ggf. beeinträchtigten Gebiet liegender Eigentümer.

Auch auf unser Angebot, eine Teilfläche des direkt angrenzenden Gebietes selber käuflich zu erwerben wurde bis lang ihrerseits nicht eingegangen.

Ihr Ansinnen den Bepflanzungsstreifen zu unserem Grundstück auf 10 m Tiefe zu erweitern, hat sicher keine abschirmende Wirkung hinsichtlich des Schallschutzes.

Ihre genaue Intention und Auseinandersetzung mit dieser Entscheidung ist mir daher nicht klar.

Ich fühle mich, wie auch an anderer Stelle bereits erwähnt, durch die unsachgemäße Planung, das Vorenthalten entscheidungsrelevanter Unterlagen und Schriftstücke, und die offenbar unsachgemäße und (bewusste?) Falschinformation der Ratsmitglieder in meinen Nachbarschaftsrechten massiv beeinträchtigt und fordere Sie daher auf sämtliche Planungsfehler zu beheben, die unvollständigen Ermittlungen zu ergänzen, sowie das Verfahren ab Offenlage zu wiederholen.

Freundliche Grüße

Anregung 9

Anregung 10

Wir sind Anwohner des Schüttwall und möchten Ihnen unser Missfallen bezüglich des von Ihnen geplanten Baus eines Industriegebietes  in Ondrup mitteilen.

Es gibt weder geeignete Zufahrtsstraßen noch Parkmöglichkeiten. Außerdem ist Ihr sog. Verkehrsplan ein Witz.

Unter anderem  soll das „Schwatte Pättken überbaut werden, obwohl es der letzte ursprüngliche Landweg in Herbern ist.

Es gibt leider noch sehr viele weitere negative Aspekte wie z.B. der Artenschutz , großes Verkehrsaufkommen, Lärm, Gerüche etc., etc..

Nur die Planung eines  Gewerbegebietes,  wie in der Vogelrute, wäre allerdings akzeptabel.

 WIR SIND DAGEGEN und hoffen sehr, dass die Mehrheit der Herberner gegen Ihren Bebauungsplan stimmt.

 M.f.G.

Anregung 11

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
bezüglich der Offenlage und der aktuellen Situation habe ich ein paar Fragen zu dem von Ihnen geplanten Industriegebiet/ Gewerbegebiet.
 
Mir ist aufgefallen, dass das Vogelschutzgutachten schon älter ist, und den Bereich, der an die Wohnbebauung südlich grenzt, nicht mit einschließt. Warum nicht?
 
Weiterhin wird die sehr alte Pappel auf der Wiese, an die die Feuerwehr grenzt, in ihrem Plan bzw. Ihrer Offenlage überhaupt nicht berücksichtigt. Warum nicht? Ist die in Ihrer Planung schon gefällt?
 
Ich konnte ebenfalls kein Verkehrsgutachten auf Ihrer Webseite zu diesem Bauvorhaben finden. Wollen Sie das nicht veröffentlichen oder gibt es keins? Wenn es keins gibt: Warum nicht?
Wenn es eins gibt: Wo ist das zu finden? Wer hat es wann erstellt?
 
Sie planen ein uneingeschränktes Industriegebiet ohne sich Gedanken über das Verkehrsaufkommen zu machen? Industrie bedeutet automatisch ein stark erhöhtes LKW Aufkommen. Die Zufahrt würde entweder über die Rankenstrasse, die Merschstrasse oder im schlimmsten Fall, wenn das Navi den Schwerverkehr fehlleitet, durch die 30er Zone an der Vogelroute erfolgen. Dies sind jeweils auch die Schulwege mehrerer Kinder zur Grundschule nach Herbern oder zur Bushaltestelle zu Beginn der Rankenstrasse. Ein Zebrastreifen wurde bereits abgelehnt aber der Schwerverkehr soll erhöht werden? 
 
Weiterhin finden sich, für ein Industriegebiet üblich, keine LKW Stellplätze geschweige denn sanitäre Anlagen in unmttelbarer Nähe. Was das bedeutet können Sie sich hoffentlich vorstellen. Oder wollen Sie das als Auflage für die sich dort ansiedelnden Firmen machen? LKW Stellplätze gehen aus Ihrer Planung nicht hervor.
 
Weiterhin ist mir aufgefallen, dass im Bereich der Ondruper Strasse, kurz vor dem Ortsausgangschild bereits mehrere (mehr als 15) große und meiner Meinung nach gesunde Bäume gefällt wurden. Die Bilder der noch vorhandenen Stümpfe lassen keinen Schluss auf krankes Holz zu.  Sind diese im Zuge des noch nicht genehmigten Industriegebiets bereits gefällt worden? Mit welcher Begründung? Wer hat das in Auftrag gegeben? Welche Firma hat diese Arbeiten wann durchgeführt?
Sollten diese Bäume gefällt worden sein um die Strasse zu verbreitern, was für die Nutzung als Industriegebiet geschehen müsste, ist es nicht sinnvoll die Strasse schon komplett mit Bordstein und Fahrbahndecke fertig zu stellen. Das wäre reine Geldverschwendung. Mit welcher Begründung wurden also diese Bäume gefällt?
 
Nach den Eingaben der ersten Offenlage wurde angeblich ein Rechtsgutachten angefertigt, dass das Industriegebiet als rechtens geplant deklariert. Wo ist dieses Gutachten zu finden? Wer hat es wann und in welchem Auftrag erstellt? Oder gibt es das ( auch) nicht?
Auf welcher Rechtsgrundlage ist das Gebiet geplant worden ohne sich allumfänglich mit den Naturschutzvorgaben, dem Verkehrsaufkommen, der Nähe zur Wohnbebauung  etc. zu beschäftigen? Warum nehmen Sie die Einwände und Bedenken der Bürger nicht ernst? Mit welcher Begründung werden völlig veraltete Pläne als Planungsgrundlage herangezogen?
 
Sie haben bereits einen vernünftigen Vorschlag erhalten, wie man dieses Gebiet sinnvoll planen kann. Warum werden diese Vorschläge nicht diskutiert? Wurde der Rat über mögliche Alternativen in Kenntnis gesetzt?
Oder sind die geplanten Grundstücke bereits alle vermarktet?
Wie wollen Sie als Gemeinde verhindern, dass sich in dem Gebiet keine stark emmitierende Industrie ansiedelt? Dazu haben Sie überhaupt keine Handhabe! Sobald das Grundstück verkauft ist, kann sich dort Schwerindustrie ansiedeln, da Sie die Voraussetzungen dafür geschaffen haben! Vielleicht nicht im ersten Moment, aber spätestens beim zweiten Verkauf.
Wie wollen Sie das verhindern?
 
Auf die oben genannten Fragen hätte ich jeweils gerne eine ausführliche und aussagekräftige Antwort. Die Fragen sind eindeutig gestellt und so erwarte ich auch die Antworten.
 
Für eventuelle Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung
 
Mit freundlichen Grüßen

Anregung 12

Sehr geehrter Herr Roje,

wir begrüßen jeglichen wirtschaftlichen Fortschritt und Gewerbeansiedlungen in der Gemeinde Ascheberg. Ihre Planungen zur Ansiedlung und Bau von Gewerbeflächen, hier im Besonderen das neue Gewerbegebiet H33, werfen für Anlieger eine Menge Fragen auf.

Es wäre schön, wenn Sie unsere Fragen und Zweifel beantworten und aufklären können. Wir berichten in diesem Schreiben auch von unseren Erfahrungen der letzten Jahre mit Wohn-/Gewerbemischgebieten und bitten Sie, zumindest diese Probleme zu lösen bzw. bei Ihrer Planung zu vermeiden.


  • Warum mutiert ein Naherholungsgebiet für die östlichen Einwohner von Ascheberg-Herbern zum Gewerbegebiet?
  • Warum werden Gewerbegebiete nicht in Bereiche verlegt, die dafür besser geeignet sind?
  • Warum werden solche Gewerbegebiete z. B. nicht in die Nähe der Autobahn verlegt?
  • Warum werden in Herbern Flächen an der Autobahn als Wohngebiete geplant?
  • Warum müssen Anlieferer mit Ihren schweren Sattelzügen und LKW erst quer durch die Gemeinde und dabei Wohngebiete durchfahren, um zu den Gewerbegebieten zu gelangen und wieder zurück?

Dabei entstehen Lärmbelästigungen, Umweltbelastungen und unnötige Energieverschwendung. Aktuelle Themen sind doch das Erreichen von Klimazielen und funktionierende Ökosysteme.

Wir wohnen seit vielen Jahren An der Vogelrute *xx*. Die Veränderung des Gewerbegebietes Winkhaus Straße/An der Vogelrute hat sich als nachbarlich sehr unverträglich entwickelt.

Warum?

  • Die Anlieferungen erfolgen montags bis freitags oft schon früh morgens ab 05:00 Uhr.
  • Die LKW parken morgens unter unserem Schlafzimmerfenster mit laufendem Motor und lauter Musik im Fahrerhaus.
  • Die Zufahrt zur Winkhaus Straße über die Straße An der Vogelrute ist für große LKW zu schmal; eine Wendemöglichkeit gibt es nicht. Es kommt oft zu Engpässen. (s. angefügte Fotos)
  • Die LKW fahren oft rückwärts (ohne Einweisung einer erforderlichen zweiten Person) aus der Winkhaus Straße wieder raus.
  • Das eindringliche Warn-Piep-Geräusch beim Rückwärtsfahren reißt uns und auch die anderen Bewohner regelmäßig aus dem Schlaf.
  • Einer unserer privaten PKWs wurde beim Rangieren eines LKW stark beschädigt.
  • Die Vorschriftzeichen Höchstgeschwindigkeit 30 An der Vogelrute sind von der östlichen Anfahrt kaum sichtbar. Auch wenn das Vorschriftzeichen von der westlichen Zufahrt zu erkennen ist, wird die Höchstgeschwindigkeit fast durchweg von Firmenmitarbeitern und Anlieferer deutlich missachtet. Dabei queren sie sowohl eine Spielstraße und den hiesigen Kinderspielplatz. Es fehlen dringend Fahrbahnmarkierungen (30iger Beschriftung auf der Straße), so wie es in Ascheberg auch gemacht wurde.
  • Die Frequentierung schwerer Lkw schädigt die Fahrbahn erheblich. Die Folgekosten sind schon jetzt für die Anwohner vorprogrammiert. Zweimal wurde die Straße bereits erneuert und die Anlieger mit der Kostenübernahme belastet. Die vor ein paar Jahren erstellten Pflasterflächen sind schon abgesackt.
  • Die Nachverfolgung der Begrünungspflicht und Abgrenzung von Wohnbereichen An der Vogelrute zum Gewerbegebiet Winkhaus Straße erfolgt Laissez-faire; ein Grundstück ist unzumutbar verwildert (Foto ist angefügt)
  • Eine unschöne Nebenanmerkung gibt es in unserem Gewerbegebiet auch noch. Die LKW- bzw. Transporter-Fahrer haben sich angewöhnt, Ihre Notdurft auf dem freien Grundstück von Firma Eickholt zu verrichten; das wurde regelmäßig von uns und auch von unseren Nachbarn beobachtet.

 

    Unserer Meinung nach wird das Verkehrsaufkommen in unserem Teil der Straße durch die Erweiterung des Gewerbegebietes H33 noch weiter zunehmen. Und wenn dann 7/24 angeliefert werden kann und wir nicht mal mehr am Wochenende und in der Nacht verschont werden, dann schrumpft der Wohnwert und auch die menschliche Verträglichkeit extrem.

    Wir möchten Sie bitten, Ihre Planungen zu überdenken und wünschen uns, dass Sie das Gewerbegebiet H33 nicht wie geplant ausbauen. Zum einen zum Schutz der umliegenden Einwohner und zum anderen wegen des suboptimalen Standortes.

    Mit freundlichen Grüßen

    Schreiben einschließlich mehrerer Fotos

    Anregung 13